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Philip Seymour Hoffman war ein US-amerikanischer Theater- und Filmschauspieler. Als Hauptdarsteller des biographischen Films Capote erhielt er 2006 einen Oscar als Bester Hauptdarsteller.

Leben

Philip Seymour Hoffman wurde 1967 in Fairport, einer Vorstadt von Rochester, geboren. Er war das dritte von vier Kindern des deutschstämmigen Xerox-Angestellten Gordon S. Hoffman und dessen Ehefrau Marilyn L. O’Connor. Als Hoffman neun Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Die Kinder wuchsen bei der Mutter auf.

An der Highschool stach Hoffman zunächst durch hervorragende Leistungen im Ringen und Baseball hervor, bevor er sich nach einer Verletzung der Schauspielerei zuwandte. Er wirkte in Theaterproduktionen wie Arthur Millers Tod eines Handlungsreisenden mit. Ab 1984 besuchte er die Theaterschule der New York State Summer School of the Arts und nach Abschluss der High School das Sommerprogramm der Circle in the Square Theater School.

1992 spielte Hoffman eine erste Filmrolle in dem polnischen Independentfilm Cheat. Seine Karriere baute vor allem auf einer Reihe von beeindruckenden Nebenrollen in Independentfilmen auf. Zudem wirkte er in allen Filmen von Paul Thomas Anderson mit, mit Ausnahme von There Will Be Blood. Regelmäßig trat er in Hollywoodfilmen, wie z. B. Getaway, Twister und Patch Adams, auf. 2003 übernahm er seine erste Hauptrolle in Owning Mahowny.

2005 spielte Hoffman die Filmrolle seines Lebens: Truman Capote in Bennett Millers Drama Capote. Seine Darstellung wurde von den Kritikern durchweg gelobt und mit dem Oscar für den Besten Hauptdarsteller ausgezeichnet. Ebenfalls 2005 drehte er mit Mission: Impossible III seinen ersten Actionfilm.

2010 gab Hoffman mit der romantischen Komödie Jack Goes Boating sein Debüt als Filmregisseur. In der Geschichte zweier Paare aus New York City übernahm er auch eine der Hauptrollen. Drei Jahre später war er in dem Science-Fiction-Film Die Tribute von Panem - Catching Fire in der Rolle des Plutarch Heavensbee zu sehen.

1999 lernte Hoffman bei der Regiearbeit an seinem Stück In Arabia We’d All Be Kings die Kostümdesignerin Mimi O`Donnell kennen. Der Beziehung entstammen ein Sohn (* März 2003) und zwei Töchter. Im Herbst 2013 trennten sich O’Donnell und Hoffman.

Von März bis Juni 2012 trat Hoffman auf dem Broadway wieder in Millers Schauspiel Tod eines Handlungsreisenden auf.

2013 wurde mit den Dreharbeiten zu Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 1 (2014) und Teil 2 (2015) begonnen, in denen Hoffman wieder die Rolle des Plutarch Heavensbee spielte. Infolge seines plötzlichen Todes kurz vor dem Ende der Dreharbeiten musste eine Szene für den letzten Teil der Tetralogie digitalisiert nachgedreht werden.

Am 2. Februar 2014 wurde Hoffman in seinem New Yorker Appartement tot aufgefunden. Als Todesursache wurde bei der Obduktion eine Mischung aus Heroin, Kokain, Amphetamin und Benzodiazepinen festgestellt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unfall aus.

Auszeichnungen

Hoffman hat 53 Filme abgedreht. Für seine Arbeit gewann er eine Vielzahl von Filmpreisen, die angesehensten davon waren der Golden Globe Award 2006 als bester Hauptdarsteller in einem Drama und der Oscar 2006 als bester Hauptdarsteller, jeweils für Capote. 2004 und 2006 erhielt er den Chlotrudis Award als bester Hauptdarsteller für Owning Mahowny und Capote.

Weitere Oscar-Nominierungen erhielt er 2008 für seine Nebenrolle in Mike NicholsDer Krieg des Charlie Wilson sowie 2009 für seine Leistung in dem Drama Glaubensfrage. Für seine Broadway-Auftritte wurde Hoffman 2000 für den Tony Award nominiert. 2013 wurde er für seine Rolle in The Master erneut als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert.

Filmografie

Als Schauspieler

  • 1991: Kreuzfahrt vor Manhattan (Triple Bogey on a Par Five Hole)
  • 1992: Szuler
  • 1992: My New Gun
  • 1992: Der Schein-Heilige (Leap of Faith)
  • 1992: Der Duft der Frauen (Scent of a Woman)
  • 1993: Joey Breaker
  • 1993: Mein Freund, der Zombie (My Boyfriend’s Back)
  • 1993: Money for Nothing
  • 1994: Getaway (The Getaway)
  • 1994: Nobody’s Fool - Auf Dauer unwiderstehlich (Nobody’s Fool)
  • 1994: The Yearling (Fernsehfilm)
  • 1994: When a Man Loves a Woman - Eine fast perfekte Liebe (When a Man Loves a Woman)
  • 1995: The Fifteen Minute Hamlet
  • 1996: Last Exit Reno (Sydney)
  • 1996: Twister
  • 1997: Boogie Nights
  • 1998: Culture
  • 1998: The Big Lebowski
  • 1998: Happiness
  • 1998: Next Stop Wonderland
  • 1998: Patch Adams
  • 1998: Wiege der Angst (Montana)
  • 1999: Der talentierte Mr. Ripley(The Talented Mr. Ripley)
  • 1999: Magnolia
  • 1999: Makellos (Flawless)
  • 2000: Almost Famous - Fast berühmt (Almost Famous)
  • 2000: State and Main
  • 2002: 25 Stunden (25th Hour)
  • 2002: Love Liza
  • 2002: Punch-Drunk Love
  • 2002: Roter Drache (Red Dragon)
  • 2003: Unterwegs nach Cold Mountain (Cold Mountain)
  • 2003: Owning Mahowny
  • 2004: … und dann kam Polly (Along Came Polly)
  • 2005: Capote
  • 2005: Empire Falls
  • 2006: Mission: Impossible III
  • 2007: Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You’re Dead (Before the Devil Knows You’re Dead)
  • 2007: Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson’s War)
  • 2007: Die Geschwister Savage (The Savages)
  • 2008: Synecdoche, New York
  • 2008: Glaubensfrage (Doubt)
  • 2009: Radio Rock Revolution (The Boat That Rocked)
  • 2009: Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (Mary and Max, Stimme)
  • 2009: Lügen macht erfinderisch (The Invention of Lying)
  • 2010: Jack in Love (Jack Goes Boating)
  • 2011: The Ides of March - Tage des Verrats (The Ides of March)
  • 2011: Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (Moneyball)
  • 2012: The Master
  • 2012: Saiten des Lebens (A Late Quartet)
  • 2013: Die Tribute von Panem - Catching Fire (The Hunger Games: Catching Fire)
  • 2014: A Most Wanted Man
  • 2014: God’s Pocket
  • 2014: Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 1 (The Hunger Games: Mockingjay – Part 1)
  • 2015: Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2(The Hunger Games: Mockingjay – Part 2)

Als Regisseur

  • 2010: Jack in Love (Jack Goes Boating)
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