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Ein Film über Hollywood, mit einem der besten Regisseure aus Hollywood? Quentin Tarantino kehrt mit seinem neunten (eigentlich sogar zehnten, wenn man Kill Bill als Zweiteiler bertrachtet) zurück, und präsentiert und zum zweiten mal in seiner Karriere ein Stück Geschichte...


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Der ehemals gefeierte Schauspieler Rick Dalton (Leonardo DieCaprio), der durch seine Rolle in der Fernsehserie Bount Law berühmt wurde, erlebt eine Krise. Die Zeit des Western geht zu Ende, und somit versucht er verzweifelt seine Karriere zu retten. Ihm zur Seite steht sein Bester Freund, Stuntdouble, und Fahrer Cliff Booth (Brad Pitt) der ihm immer wieder versichert, dass er ein Comeback schaffen kann. Zu allem Überfluss zieht neben Rick auch noch der gefeierte Regisseur Roman Polanski (Rafał Zawierucha) mit seiner jungen Frau Sharon Tate (Margot Robbie) ein.

Wenn Tarantino sich an geschriebener Geschichte versucht, dann wird diese in der Regel gerne mal auf den Kopf gestellt. So war es mit Inglourious Basterds, und so war es auch mit Django Unchained. Ich persönlich empfinde dabei irgendwie immer einen bitteren Nachgeschmack. Warum das so ist, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Vielleicht weil die Realität eben anders aussah, oder auch noch aussieht. Im Falle von Once Upon a Time in... Hollywood schlägt Tarantino wieder ähnliche Töne an. Nur diesmal muss man zu seiner Verteidigung sagen, dass die Geschichte eben nicht im Fokus der grausamen Manson-Morde um Sektenführer Charles Manson (Damon Herriman) steht, sondern eine Geschichte über einen gescheiterten Schauspieler erzählt. Dazu hat man sich mit Leonardo DiCaprio auch gleich einen der besten Schauspieler unsere Zeit geholt, bei dem es einfach wieder Spaß macht, ihn nach drei Jahren Leinwand-Abstinenz zu sehen. Besonders sein Monolog im eigenen Wohnwagen ist hier eines der Highlights des gesamten Filmes. Darüber hinaus ist es wirklich auch eher sein Film. Zwar spielen Brad Pitt und Margot Robbie mit, sind aber eher dass, was man als Supporting Cast bezeichnen würde. 

Das interessante an diesem Film liegt tatsächlich auch in Nebensächlichkeiten. So möchte man behaupten, dass sich der Film, wie auch der Trailer bereits erahnen lies, in viele kleine Subplots verliert. So taucht dann auf einmal Bruce Lee (Mike Moh) auf, der sich mit Cliff Booth prügelt. Dennoch schafft es Tarantino hier durch seine brilliante Inszenierung, und seine ebenso brilliante Schauspieler-Riege Witz zu erzeugen. Dummerweise liegt hierbei aber auch die wohl einzige Schwäche des Films. Eben dadurch, dass man so viel wie möglich vom alten Hollywood zeigen möchte, und als Filmfan sicherlich ob der Detailverliebtheit von Tarantino vor Freude platzt, zieht der Film sich ein wenig in die länge und versaut sich somit die Chance, ein Meisterwerk genannt zu werden.


Fazit: Once Upon a Time in Hollywood ist einfach ein No-Brainer. Ein Film von dem man nicht enttäuscht wird, wenn man Tarantino eben mag. Gleichzeitig fällt auf, dass Tarantino sich mittlerweile ein wenig aus dem Splatter-Gore-Kino entfernt hat, und seine wahren Schocker nur noch dosiert einsetzt. Leonardo DiCaprio und Brad Pitt haben eine phantastische Chemie und Margot Robbie verkörpert um Grunde das Unschuldslamm vom Lande.


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Captain Schlabberhose (Diskussion) 09:49, 17. August. 2019 (UTC)

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