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Regieikone M. Night Shyamalan führt in diesem Werk den Zuschauer auf eine Insel, während eine Gruppe von Touristen versucht ihren Urlaub zu genießen, erkennen sie bald, daß etwas nicht stimmt und ergründen ein großes Geheimnis, daß diesen Sand plagt.

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Die Familie Cappa, bestehend aus Guy (Gael García Bernal), Prisca (Vicky Krieps), Trent (Nolan River, später Alex Wolff) und Maddox (Alexa Swinton, später Thomasin McKenzie) freuen sich auf ihren gemeinsamen Urlaub und finden dort einen versteckten Strand an dem sie sich ausruhen. Doch sie bleiben nicht lange alleine und so kommen auch andere Besucher in die abgelegene Idylle um sich auszuruhen. Doch die Freude hält nicht lange an, denn irgendwie verläuft die Zeit anders an diesem Strand und sie können dem Geschehen, nicht entfliehen.

Der Autorenfilmer M. Night Shyamalan hat in seiner Karriere so ziemlich jede Rezension seiner Werke erlebt. Zwischen Wunderkind und Ed Woodmäßig schlecht, konnte der Regisseur alles verkraften. Nach seinem Karrieretiefpunkt mit Filmen wie Die Legende von Aang (2010) und After Earth (2013) kämpfte sich der Regisseur nicht zuletzt mit Split (2016) aus diesem Wechselbad der Resonanz. Mit Old (2021) setzt der für seine Twists bekannte Regisseur dabei auf altbewährtes: Ein solide Grundidee, ein Mysterium, Charaktere, die nicht wissen wie sie mit der Situation umgehen sollen, einige schockierende Kamerafahrten und ein überforderndes Ende.

Man mag an der Stelle sicherlich sagen, daß das ausgemachter Blödsinn ist und man hätte damit Recht. Doch diesen Film kann man nur auf einer Meta-Ebene genießen. Denn es ist erstaunlich, wie ernst sich der Regisseur mit seinem eigenen Werk nimmt. Das ist nicht zuletzt an dieser teilweise schon artifiziellen Kameraführung zu erkennen, die uns langsame Bilder zur Szenerie präsentiert, während in Schockermomenten auf das übliche Jump-Scare-Getue setzt. Dennoch ist das handwerklich gut gemacht und auch die Musik tut ihr übriges, um dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, daß hier etwas großes auf sie wartet.

Dadurch wirken auch die Charaktere, deren Zeichnung primär durch stereotype, nach stereotype geschieht, wie Spielfiguren in Shyamalans Hand. Das Problem daran ist jedoch, daß der Regisseur ihnen in den wichtigen Momenten nicht wirklich viel Charakter gibt. Wir haben hier den dunkelhäutigen, der als Kriminell verschrienen ist, wir haben den "privilegierten" hellhäutigen Lebemann, wir haben das Paar mit Eheproblemen und wir haben sogar, einen Charakter zufälligerweise medizinische Grundkenntnisse hat, wenn sie benötigt werden. Das ist dann zu viel des Guten und man setzt dann vermeintlich auf die grandiose Grundidee.

Allgemein ist dieser Film von Zufällen übersäht, daß es einem die Kinnlade runterfallen lässt. Irgendwie kann man über die Schauspielerischen Fähigkeiten von García Bernal und Rufus Sewell kaum urteilen, da ihre Charaktere so eindimensional definiert werden und auch die Dialoge an Peinlichkeit kaum zu überbieten sind. Es wirkt nicht als ob sich Menschen unterhalten, sondern als würden jetzt ermahnte Kinder das sagen, was von ihnen verlangt wird. So sind gerade die Fachspezifischen Dialoge mit Begrifflichkeiten der Medizin oder dergleichen übersäht, die der Laie wohl kaum kennen dürfte. Doch das hat auch einen gewissen Charme, da es sich als Komödie wunderbar eignet. Dazu schreit der Regisseur förmlich: Seht mein Werk, ich habe Kunst geschaffen, ich bin ein Künstler!

Fazit: Man kann das alles sehr ernst nehmen, und man hätte recht, wenn man Shyamalan vermutlich die ein oder andere schwachsinnige Idee attestierte. Doch der Regisseur weiß zu inszenieren und weiß vor allem zu unterhalten. Ob freiwillig oder unfreiwillig sei mal dahingestellt. Tatsache ist aber, daß Old in seinen Besten Momenten eine kurzweilig unterhaltende Komödie ist und in sofern einen Blick wert.



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Captain Schlabberhose (Diskussion) 14:18, 03. August 2021 (UTC)

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