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No Turning Back ist ein US-amerikanische Filmdrama von Steven Knight.

Handlung

Der erkältete Bauleiter Ivan Locke  kommt von der gewaltigen, in der Dunkelheit beleuchteten Baugrube eines geplanten Hochhauses in Birmingham zu seinem Auto, wechselt die Schuhe, steigt ein und fährt los. ADIO steht auf seinem Nummernschild. Mit der Freisprechanlage ruft er eine Frau an. Sie heißt Bethan Maguire, liegt in einem Krankenhaus in London und wartet auf die unmittelbar bevorstehende Geburt ihres ersten Kindes. Ivan versichert ihr, dass er in eineinhalb Stunden bei ihr sei. Dann ruft er zu Hause an. Statt seiner Frau Katrina hebt Eddie ab, der jüngere der beiden Söhne. Der freut sich schon darauf, in ein paar Minuten mit den Eltern und seinem Bruder Sean die Übertragung eines Fußballspiels im Fernsehen anzuschauen und dabei die Würstchen zu essen, die die Mutter gerade noch besorgt. Ivan sagt, er könne nicht kommen und werde gleich noch einmal anrufen, um Katrina den Grund zu erklären. Als Nächstes telefoniert er mit seinem Mitarbeiter Donal. Am nächsten Morgen um 5.25 Uhr soll mit dem Gießen des Fundaments begonnen werden. Damit die 218 LKW-Ladungen hochwertigen Betons angeliefert werden können, hat Ivan Locke mit der Stadtverwaltung und der Polizei die Sperrung einiger Straßen für den normalen Verkehr vereinbart. Nun überrascht er seinen Mitarbeiter mit der Mitteilung, dass er selbst nicht da sein werde und Donal deshalb für ihn einspringen müsse. Der kann zunächst nicht glauben, dass der verantwortliche Bauleiter, der seit neun Jahren für das Unternehmen arbeitet und wegen seiner Zuverlässigkeit geschätzt wird, bei diesem gigantischen Vorhaben wegbleibt. Ivan Locke sagt nur etwas von einer dringenden familiären Angelegenheit, ohne näher darauf einzugehen. Er beruhigt Donal, der befürchtet, der Herausforderung nicht gewachsen zu sein und verspricht ihm, jeden einzelnen Schritt mit ihm am Telefon durchzugehen. Mit den Vorbereitungen für den Betonguss und den notwendigen Überprüfungen wird Donal die ganze Nacht beschäftigt sein. Kurz nachdem Ivan mit Donal gesprochen hat, ruft sein Chef Gareth an. Vergeblich fordert er den Bauleiter auf, seine privaten Pläne zu ändern und zur Baustelle zurückzukommen. Gareth weist darauf hin, dass beim kleinsten Fehler ein Schaden von 100 Millonen Pfund entstehen könnte und droht mit der Kündigung, kann Ivan Locke jedoch nicht umstimmen. Als dieser seine Frau am Telefon hat, erklärt er ihr, warum er nicht nach Hause fährt, sondern nach London unterwegs ist. Als er vor einiger Zeit ein paar Tage auf einer auswärtigen Baustelle arbeitete, trank er in der Pension mit seiner damaligen Assistentin zusammen Wein. Die einsame 43-Jährige tat ihm leid, und unter der Wirkung des Alkohols schlief er ein einziges Mal mit ihr. Es war nicht der Beginn einer Affäre, und er empfindet auch nichts weiter für die Frau, die er kaum kennt. Sie sahen sich seither nicht mehr. Allerdings erfuhr er von ihrer Schwangerschaft, und dass er der Vater ist, bezweifelt er nicht. Vor der in zwei Monaten erwarteten Geburt des Kindes wollte er Katrina alles gestehen, aber heute erlitt die Frau einen vorzeitigen Blasensprung, und nun hält er es für seine Pflicht, wie versprochen bei der Geburt des Kindes dabei zu sein. Er will nicht so sein, wie sein inzwischen verstorbener Vater, der die Familie im Stich ließ, als Ivan noch klein war und einen Vater gebraucht hätte. Ivan hofft, nach seiner Rückkehr mit Katrina über alles reden zu können, aber sie bricht das Telefonat aufgebracht ab. Von seinen Söhnen erfährt Ivan bei weiteren Anrufen, dass Katrina in der Toilette ist und sich übergibt. Nachdem Gareth mit der Konzernleitung in Chicago gesprochen hat, teilt er Ivan Locke mit, dass man dort auf einer fristlosen Kündigung bestehe. Er entlasse sonst niemanden am Telefon, erklärt er, aber in diesem Fall bleibe ihm nichts anderes übrig. Das sei schon in Ordnung, meint Ivan und fügt hinzu, dass er trotzdem noch für einen fehlerfreien Ablauf des Betongusses sorgen werde. Gareth hat zwar bereits einen anderen Bauleiter mit der Aufgabe betraut, aber Ivan Locke ruft Donal an und schärft ihm ein, nur auf ihn zu hören. Er bespricht die nächsten Schritte mit ihm. Donal muss nicht nur die zwölf Betonpumpen überprüfen, sondern auch die Verschalungen und Armierungen. Außerdem fordert Ivan ihn auf, sich zu vergewissern, dass exakt die richtige Betonqualität geliefert wird. Eine Krankenschwester möchte mit Ivan Locke reden, doch wegen der Schweigepflicht soll er erst einmal bestätigen, dass er Bethans Partner sei. Statt direkt darauf zu antworten, erklärt Ivan Locke, er sei der Vater des Kindes. Schwester Margaret teilt ihm daraufhin mit, dass die Nabelschnur um den Hals des ungeborenen Kindes geschlungen sei und es zu erdrosseln drohe. Die Ärzte raten zum Kaiserschnitt, aber Bethan will sich nicht aufschneiden lassen. Nachdem Ivan mit dem Arzt Dr. Gullu gesprochen hat, drängt er Bethan, sich auf die Mediziner zu verlassen und versucht, ihr die Angst vor der Operation zu nehmen. Bezüglich einer der geplanten Straßensperrungen gibt es noch Unklarheiten zwischen Stadtverwaltung und Polizei. Ivan Locke besorgt sich die Handynummer des zuständigen Mitarbeiters der Stadtverwaltung und ruft Mr Cassidy an. Der sitzt in einem indischen Restaurant und weist ihn empört auf die Uhrzeit hin, lässt sich dann aber dazu überreden, die Angelegenheit noch vor dem frühen Morgen mit der Polizei zu klären. Bei den Überprüfungen findet Donal eine fehlerhafte Armierung. Die Bauarbeiter sind bereits fort. Ivan kennt jedoch einen polnischen Straßenarbeiter auf einer Baustelle in der Nähe. Donal soll hinfahren, dem Polen 500 Pfund pro Mann bieten und ihn und zwei weitere Bauarbeiter holen. Mit dem Auto zu fahren, hält Donal für zu riskant, weil er zwei Cider getrunken hat. Er läuft zu Fuß los. Bald darauf ruft er wieder an und fragt, ob er den drei Männern auch je 600 Pfund versprechen könne. Dafür sind sie bereit, die Armierung noch in der Nacht in Ordnung zu bringen. Während auf der Baustelle die letzten Probleme beseitigt werden, weigert Katrina sich, mit Ivan zu reden, obwohl er beteuert, es habe sich um den einzigen Seitensprung in 15 Jahren Ehe gehandelt. Bevor Katrina wieder auflegt, fordert sie ihn auf, gar nicht mehr nach Hause zu kommen. Sie will ihn nicht mehr sehen. Nach dem Fußballspiel ruft Eddie heimlich mit dem Handy unter der Bettdecke seinen Vater an, um ihm darüber zu berichten. Er hat das Spiel eigens aufgezeichnet, damit er es sich mit seinem Vater zusammen noch einmal anschauen kann. Kurz bevor Ivan Locke die Klinik in London erreicht, ruft Bethan erneut an und hält das Handy so, dass er das Neugeborene schreien hört.

Besetzung

Darsteller Syncronsprecher Rolle
Tom Hardy Tobias Kluckert Ivan Locke
Andrew Scott Christian Weygand Donal
Olivia Colman Katharina Müller-Elmau Bethan
Ruth Wilson Caroline Ebner Katrina
Tom Holland Leonard Rosemann Eddie
Silas Carson Matthias Klie Dr. Gullu
Ben Daniels Charles Rettinghaus Gareth
Bill Milner Maximilian Belle Sean
Danny Webb Claus Brockmeyer Cassidy


Kritiken

Der Film wurde von der Kritik überwiegend Positiv aufgenommen.

Wahrscheinlich habt ihr Tom Hardy als verrückten Bösewicht Bane in „The Dark Knight Rises“ gesehen oder als charismatischen Fälscher Eames in „Inception“. Aber glaubt mir, so wie er in der brillanten One-Man Show „Locke“ von Steven Knight spielt, habt ihr ihn noch nie gesehen. - Chris Nashawaty von Entertainment weekly.

„Locke“ ist ein schön gefilmter Thriller mit einem überzeugenden Tom Hardy in der Hauptrolle. - Richard Roeper von Chicago Sun-Times

Der Film ist ein Kraftpaket mit klaustrophobischer Spannung und heftigen Emotionen, vor allem weil Tom Hardy, besser bekannt als Bane aus „The Dark Knight Rises“, als flammendes Wunder den Hauptcharakter Locke spielt. - Peter Travers von Rolling Stone

Mutig und eindrucksvoll. Tom Hardy beweist in diesem überzeugenden Porträt eines Mannes auf Reisen und in der Krise, dass er auch auf eine leise Art und Weise spielen kann. - Jonathan Romney von The Guardian


Trailer

No_Turning_Back_-_Trailer

No Turning Back - Trailer

Auszeichnungen

British Independent Film Awards 2013

Gewonnen

  • British Independent Film Awards/Best Screenplay: Steven Knight

Nominiert

  • British Independent Film Awards/Best Actor: Tom Hardy
  • British Independent Film Awards/Best Technical Achievement: Justine Wright - Schnitt

Sydney Film Festival 2014

Nominiert

  • Official Competition Award/Best Film: Steven Knight

Europäischer Filmpreis 2014

Gewonnen

  • Jurypreis – Bester Schnitt

Nominiert

  • Beste Regie
  • Bester Darsteller (Tom Hardy)
  • Bestes Drehbuch

Göteborg Film Festival 2014

Nominiert

  • International Debut Award: Steven Knight
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