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Grand Hotel Budapest ist eine britisch-deutsche Filmkomödie vom Regisseur Wes Anderson, welche 2014 erschienen ist. Der Film wurde bei die Oscar-Verleihung 2015 in 9 Kategorien, unter anderem als Bester Film, nominiert. In 4 Kategorien (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up und beste Frisuren, Beste Filmmusik) konnte der Film das Rennen für sich entscheiden.

Premiere hatte der Film am 6. Februar 2014 bei den 64. Internationalen Filmfestspielen in Berlin, die mit ihm eröffnet wurden. Kinostart in Deutschland und in der deutschsprachigen Schweiz war am 6., in Österreich und im Vereinigten Königreich am 7. März 2014.

Handlung

Die Handlung des Films ist in der Republik Zubrowka angesiedelt, einem nach dem polnischen Büffelgras-Wodka Żubrówka benannten fiktiven südosteuropäischen Karpatenstaat nach dem Vorbild des Ungarn der Zwischenkriegszeit. Die zentrale Rolle der Handlung nimmt das titelgebende Grand Budapest Hotel ein, das an das reale Budapester Hotel Gellért erinnert. Das inzwischen etwas heruntergekommene, weitläufige Grand Hotel hat noch einen Rest des Glanzes der Habsburgerzeit.[4][5][6]

Der Regisseur verwendet das Stilmittel der Rahmenerzählung auf vier Zeitebenen in fünf verschiedenen Kapiteln: Der Film beginnt in der Gegenwart. Eine junge Frau nähert sich auf dem alten Friedhof der Kleinstadt Lutz der Büste eines in Zubrowka verehrten Schriftstellers mit dessen Buch in den Händen, das wie der Film heißt. Sie beginnt ein Kapitel zu lesen.

Dieses erzählt aus der Perspektive des Jahres 1985 von einer hartnäckigen Schreibblockade, die den namenlosen Verfasser 1968 zu einer Reise ins Bergdorf Nebelsbad zum Grand Budapest Hotel veranlasste. Der alte Stammgast Zéro Moustafa, der schon bald als der Hotelbesitzer erkannt wird, legt dem Autor, einem jungen Schriftsteller, im von einem riesigen alpinen Wandbild mit steilem Wasserfall und Steinbock auf spitzem Felsen gezierten großen Speisesaal seine Erlebnisse als Page in der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg dar. Der junge Hoteldiener war Lehrling und Protegé des Concierge Monsieur Gustave H. Die Erlebnisse der beiden behandelt der Film im Folgenden.[4][6][5]

Es folgt in einer weiteren Zeitebene Zéros Bericht, der 1932 beginnt, als der Flüchtlingsjunge im letzten ruhmreichen Jahr des Hotels seine Arbeit als „Lobby Boy“ beginnt. Zubrowka befindet sich am Vorabend des Zweiten Weltkrieges, was jedoch für den galanten und immer mit „L’Air de Panache“ reichlich parfümierten Gustave von untergeordneter Bedeutung ist. Er weiß sich die Gunst von Frauen und Männern zu sichern. Eine von ihnen ist die 84-jährige Witwe Céline Villeneuve Desgoffe und Taxis, genannt Madame D., mit der Gustave bei ihrem letzten Aufenthalt im Hotel die Nacht verbringt. Einige Tage danach erfährt er, dass die reiche Madame D. unter mysteriösen Umständen verstorben ist. Gustave und Zéro reisen mit dem Zug zum in einiger Entfernung gelegenen Schloss Lutz. Bei einer Grenzkontrolle kann Gustave seinen staatenlosen Schützling Zéro vor einer Verhaftung wegen dessen provisorischer Reisedokumente retten, dieses Mal noch nach den alten Regeln des Anstandes mit Inspektor Henckels. Bei der Testamentseröffnung in Lutz stellt sich heraus, dass Madame D. Gustave das unbezahlbare Gemälde Jüngling mit Apfel des fiktiven niederländischen Renaissancemalers Johannes van Hoytl d. J. vererbt hat.

Aufgrund dessen bahnt sich ein Konflikt mit ihrem Sohn Dmitri Desgoffe und Taxis an. Um das Gemälde vor der gierigen Familie zu retten, stiehlt es Gustave in Lutz und versteckt es später in einem Safe des Grandhotels. Der Tod von Madame D. ist zudem Anlass für die Polizei zu ermitteln. Gustave wird durch Dmitris Intrigen wegen Mordverdachtes verhaftet und in den Zellenblock des gefürchteten Internierungslagers Checkpoint 19 gebracht.

Zéro verhilft ihm mit in kunstvolle Kuchen eingebackenen Steinmetzwerkzeugen zur Flucht aus dem Gefängnis. Mit einer kleinen Gruppe Gefangener gräbt sich Gustave den Weg aus der Zelle. Er trennt sich von den anderen und versucht nun zusammen mit Zéro, seine Unschuld zu beweisen. Sie kommen in ein Kloster, wo sich Madame D.s auf mysteriöse Weise verschwundener Butler Serge X. aufhält. Er ist die einzige Person, die Gustaves Alibi für die Mordnacht bestätigen kann. Gustave und Zéro werden verfolgt von J. G. Jopling, einem von Dmitri engagierten Mörder mit Totenkopf-gemusterten Schlagringen, der Serge X. ermordet.

Mit einem Schlitten verfolgen Zéro und Gustave den aus dem Kloster fliehenden Jopling, kommen aber letztlich zu Sturz. An einer Kante aus Eis hängt Gustave nur mehr an seinen Händen, während Jopling versucht, diese Kante zu lockern, um Gustave abstürzen zu lassen. Zéro gelingt es, den Attentäter in die Tiefe zu stoßen und seinen Mentor Gustave zu retten.

Zurück im Grand Budapest Hotel, müssen die beiden feststellen, dass faschistisches Militär das Etablissement requiriert hat und es angesichts des unmittelbar bevorstehenden Kriegsausbruchs in eine Kaserne verwandeln will. Der entsetzte Gustave schwört, die Schwelle des Hotels nie wieder zu übertreten. Zéros Geliebte Agatha erklärt sich bereit, das Bild aus dem Hotelsafe zu holen, wird jedoch von Dmitri entdeckt.

Nach Verfolgungsjagd und Schusswechsel kommt der von Serge im Bilderrahmen versteckte letzte Wille von Madame D. für den Fall ihres gewaltsamen Ablebens zum Vorschein. Sie war die geheimnisvolle Besitzerin des Grand Budapest Hotels und vererbt Vermögen, Hotel und Gemälde an Gustave, was ihn wohlhabend macht.

Während einer Bahnfahrt kommen Gustave und Zéro an denselben Grenzübergang wie schon bei der Fahrt zur Testamentseröffnung. Doch nun scheinen die alten Regeln nicht mehr zu gelten. Henckels damalige Höflichkeit ist der Grobheit der rücksichtslosen Besatzungssoldaten gewichen, und Gustave wird beim Streit über Zéros immer noch provisorisches Reisedokument erschossen. Zéro, nun seinerseits Alleinerbe von Gustave, schwört, das Erbe des Grand Budapest Hotels fortzuführen, jedoch fordern laufende Konflikte ihren Tribut und langsam beginnt der Zahn der Zeit am Hotel zu nagen. Wenige Jahre später erliegen Agatha und das gemeinsame Kind der fiktiven Krankheit „Preußische Grippe“, eine Anspielung auf die reale Spanische Grippe.

Wieder im Jahr 1968 gesteht der Hotelbesitzer Zéro Moustafa dem Autor, dass er es nicht über sich bringt, das Hotel zu schließen, denn es sei die letzte Verbindung zu seiner verstorbenen Frau und den besten Jahren seines Lebens. Der Autor geht später nach Südamerika und kommt nicht mehr in das Hotel zurück, sodass ihm das weitere Schicksal von Hotel und Moustafa unbekannt bleibt.

Zurück in der Gegenwart beendet die junge Frau die Lektüre des Buchs über das Grand Budapest Hotel und verlässt den Friedhof.

Besetzung

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
M. Gustave Ralph Fiennes Udo Schenk
Zero Moustafa (Jung) Tony Revolori Christian Zeiger
Agatha Saoirse Ronan Stella Sommerfeld
Zero Moustafa (Alt) F. Murray Abraham Wolf Frass
Schriftsteller (Jung) Jude Law Florian Halm
Deputy Kovacs Jeff Goldblum Martin Umbach
Madame D. Tilda Swinton Karin Buchholz
Dmitri Adrien Brody Markus Pfeiffer
Jopling Willem Dafoe Reiner Schöne
Henckels Edward Norton Andreas Fröhlich
Serge X. Mathieu Amalric Jean-Yves de Groote
Ludwig Harvey Keitel Christian Brückner
M. Ivan Bill Murray Arne Elsholtz
M. Jean Jason Schwartzman Norman Matt
Clotilde Léa Seydoux Joanna-Maria Praml
Schriftsteller (Alt) Tom Wilkinson Lutz Riedel
M. Chuck Owen Wilson Philipp Moog
Mr. Mosher Larry Pine Bernd Rumpf
Serges Schwester Giselda Volodi Sabine Arnhold
Pinky Florian Lukas Florian Lukas
Wolf Karl Markovics Karl Markovics
Gunther Volker Michalowski Volker Michalowski
M. Martin Bob Balaban Lutz Mackensy
M. Dino Waris Ahluwalia Axel Malzacher
Franz Milton Welsh Milton Welsh
M. Robin Fisher Stevens Gerald Schaale
Mönch Hans Martin Stier Hans Martin Stier
Soldat Matthias Matschke Matthias Matschke

Trivia

  • Das "Grand Hotel Budapest" erinnert an das reale "Budapester Hotel Gellért".

Produktion

Grand Budapest Hotel ist eine britisch-deutsche Koproduktion der Grand Budapest Limited (UK) und der Neunzehnten Babelsberg Film GmbH (Deutschland). Ursprünglich war für die Hauptrolle Johnny Depp vorgesehen, der jedoch wieder ausstieg. Madame D. sollte ursprünglich von Angela Lansbury gespielt werden. Wegen Terminüberschneidungen mit der Theatertournee Driving Miss Daisy wurde sie jedoch durch Tilda Swinton ersetzt.

Der Film wurde 2013 in Deutschland gedreht. In Görlitz fanden die Dreharbeiten von Januar bis März 2013 statt, unter anderem dienten dort als Kulisse für das Hotel die Jugendstilbauten des Görlitzer Warenhauses (Innenaufnahmen) und der Stadthalle Görlitz (Außenaufnahmen, Hoteleingang, Speisesaal) sowie als Hotelbadeanstalt das historische Freisebad. Der Braune Hirsch diente als Klosterkulisse. Schloss Lutz wurde durch die Schlösser Hainewalde (Äußeres) und Waldenburg (Innenräume) verkörpert. Die Szenen im Gefängnis Checkpoint 19 wurden an der Burg Kriebstein (Außenaufnahmen) und im Schloss Osterstein in Zwickau gedreht. Andere sächsische Drehorte waren die Landeshauptstadt Dresden, wo u. a. im Zwinger, der Sempergalerie sowie in Pfunds Molkerei (Innenraum der Bäckerei Mendl) gedreht wurde, ferner die Sächsische Schweiz, wo Dreharbeiten u. a. am Personenaufzug Bad Schandau und auf der Basteibrücke stattfanden. Die Zugfahrt führt auf der Brücke Bormannsgrund der Weißeritztalbahn über einen Seitenarm der Talsperre Malter. Die Anfangs- und Schlussszenen auf dem Lutzer Friedhof wurden im polnischen Krakau aufgenommen.

In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam entstanden in den Ateliers des produzierenden Filmstudios Babelsberg diverse Innenaufnahmen. Das Studio ist sowohl Koproduzent (Studio Babelsberg AG) als auch ausführende Produktionsfirma (Studio Babelsberg Motion Picture). Die visuellen Effekte für den Film stammen von der Stuttgarter Firma LUXX Studios.

Das Filmgemälde Jüngling mit Apfel ist ein Werk des englischen Malers Michael Taylor, der es nach den genauen Vorstellungen Wes Andersons anfertigte. Taylor bezog sich dabei u. a. auf Porträts des italienischen Manieristen Agnolo Bronzino und Details aus dem anonymen Doppelporträt Gabrielle d’Estrées und eine ihrer Schwestern. Das nach dem Diebstahl an seiner Stelle hängende Aquarell Two Lesbians Masturbating – auf den ersten Blick ein Bild Egon Schieles – fertigte der RISD-Absolvent Rich Pellegrino in Schieles Stil an.

Um das auf einem Hügel gelegene Hotel selbst darstellen zu können, wurde für die Totalen vom Hotel ein handgefertigtes Miniaturmodell verwendet, das zusammen mit Anderson der Szenenbildner Adam Stockhausen erstellte, der bereits an Andersons Filmkomödie Moonrise Kingdom mitarbeitete.

Das Modell des Hotels ist etwa 4,25 × 2,15 Meter groß, während der Hügel mit Standseilbahn, auf dem das Hotel steht, in einem anderen Maßstab gebaut wurde. Die beiden Modelle wurden durch digitales Compositing zusammengesetzt, um eine optisch richtige Größenwirkung zu erzielen. Die Modelle wurden vor einem Greenscreen aufgenommen, sodass ein gemalter Hintergrund eingesetzt werden konnte. Das Hintergrundgemälde schuf – ebenso wie das Wandbild im Speisesaal des Hotels – der Künstler Michael Lenz im Stil der Landschaftsbilder Caspar David Friedrichs.

Wes Anderson entschied sich, den Film in drei verschiedenen Seitenverhältnissen zu produzieren. Die Verhältnisse 1,33:1, 1,85:1 und 2,35:1 wechseln in Abhängigkeit von den Zeitebenen der Handlung. Passend zur jeweiligen Zeitebene weisen die verwendeten Objektive eine unterschiedlich starke tonnenförmige Verzeichnung auf. Nahezu alle Kameraeinstellungen sind frontal angelegt, also im rechten Winkel zur dahinterliegenden Wand, selten leicht schräg nach oben oder unten geschwenkt. In vielen Fällen steht die Kamera in der Mitte des Raums und zeigt somit ein symmetrisches Bild. Kameraschwenks sind fast ausnahmslos im 90°-Winkel ausgeführt, ob zur Seite oder nach oben und unten. Eine der wenigen Ausnahmen ist die Schießerei im oberen Stockwerk des Hotels. Kamerafahrten wurden konsequenterweise parallel zu Wänden angelegt oder die Objekte (Fahrzeuge) bewegen sich exakt quer zur Kamera.

Einige Texte der fiktiven Zeitung mit der Todesnachricht entstammen Wikipedia. Es wurden Anfangsteile der englischen Wikipedia-Artikel Music, Carnival und Avalanche rund um den Zeitungsartikel von Madame D.s Tod gruppiert.

Grand Budapest Hotel wurde vom Deutschen Filmförderfonds (DFFF), von der Mitteldeutschen Medienförderung, vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gefördert.

Weltweit erzielte der Film einen Umsatz von ca. 172,7 Mio. US-Dollar.

Vorbilder

Inspiriert wurde Anderson, als er die Werke Rausch der Verwandlung, Ungeduld des Herzens, Die Welt von Gestern und Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau des ihm bis dahin unbekannten Autors Stefan Zweig las. Für die im Hotel spielenden Szenen ließ sich Anderson von der Atmosphäre in Ingmar Bergmans Filmdrama Das Schweigen inspirieren.

Um herauszufinden, wo der Film spielen könnte, recherchierten Anderson und Stockhausen zuerst in der Library of Congress in der Sammlung von Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Fotos aus Österreich-Ungarn außerdem reisten sie nach Wien, Budapest, Marienbad und Karlsbad und werteten Filme wie Menschen im Hotel aus dem Jahre 1932 aus. So wurde die Republik Zubrowka zum Teil durch Karlsbad inspiriert, worauf es im Film auch viele visuelle Hinweise gibt. „Karlsbad hatte alle richtigen Elemente, diese aber nicht an den richtigen Stellen“, sodass Karlsbad nicht Drehort wurde, sondern die Set-Designer ihre eigene Version erstellten.

Die Gestaltung des Grand Budapest Hotel orientierte sich an unterschiedlichen europäischen Hotels. Vorbild für das äußere Erscheinungsbild war das Palace Bristol Hotel in Karlsbad. Auch andere Karlsbader Bauwerke wie das Grandhotel Pupp, das auf einem Hügel gelegene Hotel Imperial mit seiner 1959 stillgelegten sehr steilen Standseilbahn oder das Standbild einer Gämse auf dem Hirschensprung dienten als Vorbilder. Die Standseilbahn im Film ähnelt der Budavári Sikló in Budapest fast exakt. Das Hirschensprung-Motiv bildet zusammen mit der Silhouette des Watzmann-Massivs im oberbayerischen Berchtesgaden - dem bevorzugten Aufenthalt der Führungsriege des Dritten Reiches zwischen 1933 und 1945 (Führersperrgebiet Obersalzberg) - das Wandbild im Speisesaal des Hotels. Dieses Bild findet ebenso auf dem Filmplakat zu Grand Budapest Hotel Verwendung.

Die wilde Verfolgungsjagd mit Skiern und Schlitten vom verschneiten Kloster in den Karpaten hinab ins Tal ist eine deutliche Anspielung auf Szenen ähnlicher Struktur aus mehreren James Bond-Filmen (beispielsweise In tödlicher Mission). Bei dieser Verfolgungsjagd diente als Vorbild für das Miniaturmodell der Sternwarte auf dem Gipfel von „Gabelmeister’s Peak“ das Sphinx-Observatorium auf dem schweizerischen Jungfraujoch.

Die Einrichtung der Zuckerbäckerei Mendl, welche das Hotel mit rosafarbenen Konfektschachteln beliefert, spielt auf die lange Tradition der österreichisch-ungarischen k.u.k. Hofzuckerbäckereien an, wie sie heute noch in Wien zu finden ist, z. B. in der k.u.k. Hofzuckerbäckerei Demel, der Leitfarbe rosa nach dürfte es sich allerdings um eine Anspielung auf Wiens größte Zuckerbäckerei Aida handeln.

Kritiken

Der Film wurde von Kritikern fast ausnahmslos positiv aufgenommen. Die Süddeutsche Zeitung etwa hielt ihn für den „glanzvollste[n] Berlinale-Eröffnungsfilm seit sehr langer Zeit“. Spiegel Online schrieb, der Film beinhalte „ein[en] Kosmos aus geschmackvoll schrillen Farben, herrlich exzentrischen Kostümen und majestätischen Gebäuden, gesegnet mit hübscher Natur“. Deshalb sei auch die Gefahr einer „Überdosis“ vorhanden, wie der Tagesspiegel meinte. Filmstarts.de bewertete den Film mit vier von fünf möglichen Sternen und sprach von „ein[em] visuelle[n] Kunstwerk, dessen Schönheit und unfassbarer Einfallsreichtum staunen lässt“. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) attestierte eine „Kombination von unverwechselbarer filmischer Handschrift mit ungebrochenem Gespür für skurrile Charaktere und eine wunderbar absurde, anrührende, bisweilen konditorsüße Geschichte“, die „den Film deutlich ab[heben lässt] von ‚gängigen‘ Erzählweisen“. Patrick Seyboth von epd Film lobte Wes Andersons überbordenden Einfallsreichtum und hob hervor, dass „unter der Verspieltheit [...] diesmal eine tiefe Trauer angesichts der Katastrophen der Geschichte“ lauere. Darunter leide der Schwung des Films allerdings nicht, „eher noch scheint er eine trotzige Energie daraus zu ziehen.“

Auszeichnungen und Nominierungen

Grand Budapest Hotel wurde 2014 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Silbernen Bären/Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

Academy Awards (Oscars) 2015
Kategorie Person Ergebnis
Bestes Szenenbild Anna Pinnock & Adam Stockhausen Ausgezeichnet
Bestes Kostümdesign Milena Canonero Ausgezeichnet
Beste Filmmusik Alexandre Desplat Ausgezeichnet
Bestes Make-up und beste Frisuren Mark Coulier & Frances Hannon Ausgezeichnet
Bester Film Wes Anderson, Jeremy Dawson, Steven Rales & Scott Rudin Nominiert
Beste Regie Wes Anderson Nominiert
Bestes Originaldrehbuch Wes Anderson & Hugo Guinness Nominiert
Beste Kamera Robert D. Yeoman Nominiert
Bester Schnitt Barney Pilling Nominiert
Golden Globe Awards 2015
Kategorie Person Ergebnis
Bester Film - Komödie/Musical Wes Anderson Ausgezeichnet
Beste Regie Wes Anderson Nominiert
Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical Ralph Fiennes Nominiert
Bestes Drehbuch Wes Anderson Nominiert

Zudem wurde dem Film von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat besonders wertvoll verliehen.

Bei den BAFTA Awards 2015 wurde Grand Budapest Hotel für elf BAFTAs nominiert und konnte fünf gewinnen. Ausgezeichnet wurde er für das Beste Originaldrehbuch, Beste Szenenbild, Beste Kostümdesign, Bestes Make-Up und Beste Frisuren und für die Beste Filmmusik. Nominiert war er u.a. für Bester Hauptdarsteller, Beste Regie und als Bester Film.

Grand Budapest Hotel war bei Critics’ Choice Movie Awards 2015 elfmal nominiert und wurde als Beste Komödie und für das Beste Szenenbild und Beste Kostümdesign ausgezeichnet. Nominiert war er u.a. für den Besten Hauptdarsteller, Beste Regie und als Bester Film.

Bei den Satellite Awards 2015 wurde der Film für das Beste Szenenbild und Beste Kostümdesign ausgezeichnet.

Die Filmmusik von Alexandre Desplat wurde 2015 mit einem Grammy Award ausgezeichnet.

DVD

Die Originalfassung von Grand Budapest Hotel wurde am 17. Juni 2014 auf DVD und Blu-ray Disc veröffentlicht. Da der Film von der deutschen Filmförderung unterstützt wurde, gelten für eine Auswertung in deutscher Sprachfassung die Sperrfristen nach § 20 FFG, wonach eine deutsche Veröffentlichung frühestens sechs Monate nach Beginn der regulären Erstaufführung erfolgen darf. Die deutschen DVD und Blu-ray Discs erschienen daher erst am 5. September 2014.

Trailer

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