Gladiator ist ein Monumentalfilm aus dem Jahre 2000. Ridley Scott führte Regie und der Film erhielt fünf Oscars, während er weltweit etwa 457 Millionen US-Doller einspielte. Allein in Deutschland sahen ihn bis Anfang 2001 rund 3,4 Millionen Menschen im Kino. Das US-Kinomagazin Empire listet die von Russell Crowe verkörperte Figur des Maximus Decimus Meridius auf Platz 35 der 100 wichtigsten Filmfiguren der Kino-Filmgeschichte.
Handlung[]
Maximus Decimus Meridius, hoher Offizier in der kaiserlichen Armee und enger Vertrauter des Kaisers Mark Aurel, will schon bald zu seiner Familie auf das Land zurückkehren und in seinem Amt zurücktreten, als Caesar ihn bittet, nach seinem baldigen Ableben als nächster Kaiser zu herrschen, da sein Sohn Commodus unfähig, ungeliebt und grausam ist. Commodus tötet Aurel und ernennt sich selbst zum Kaiser, während sich ehemals Vertraute von Maximus gegen ihn wenden. Commodus weiß, dass Maximus der nächste Kaiser hätte werden sollen, weshalb er diesen von zwei Soldaten in die Wildnis bringen lässt, wo sie diesen exekutieren sollen. Zu seinem Entsetzen soll seine Familie auch getötet werden.
Maximus ist ein erfahrener Kämpfer und besiegt die beiden Soldaten, wird aber dennoch verwundet. Er stiehlt ein Pferd und reitet so schnell er kann zu dem Hof seiner Familie. Er findet sie tot vor. In einer Zwischenszene hat man gesehen, wie die Familie getötet wurde - Sein Sohn wurde einfach überritten. Dort fällt er schließlich bewusstlos um, da die Verletzung ihren Tribut fordert. Sklavenhändler werden von dem Rauch angelockt und nehmen ihn mit. Auf den Reisen wacht er auf und freundet sich mit einem weiteren Sklaven, einem dunkelhäutigen Mann, an, welcher seine Wunde von den Maden reinigt. Schon dort schwört er Commodus den Tod.
Schon bald werden Maximus und sein gewonnener Freund an einen Mann verkauft, welcher Gladiatorenspiele veranstaltet. Schon nach vielen Kämpfen kommt Maximus bald in das Kolosseum, wo er seine wahre Identität preisgibt und Commodus seine Feindschaft erklärt.
Die Schwester von Commodus, Lucilla, will ebenfalls nicht, dass Commodus herrscht, und gemeinsam mit Gracchus planen sie, Commodus abzusetzen und Gracchus, einen ehrlichen Senator, an seiner Statt zu ernennen. Commodus merkt, dass Maximus eine Gefahr für ihn wird, doch gelingt es ihm nicht, ihn zu töten, da Maximus in der Arena ein erfahrener Kämpfer ist. Commodus aber lässt Gracchus gefangen nehmen.
Um Maximus zu töten und gleichzeitig Anerkennung zu ernten, plant Commodus, Maximus in der Arena zu bekämpfen. Allerdings wird Maximus noch vor dem Kampf mit einigen Dolchstoßen verwundet. Trotz einem versteckten Dolch im Ärmel, gelingt es Commodus nicht, Maximus einen Todesstoß zu versetzen, bevor dieser ihn ersticht. Zum Schluss fallen beide tot zu Boden. Während man Commodus im Sand der Arena liegen lässt, wird Maximus von einem Ehrenzug aus der Arena getragen und begraben. Der freigelassene Gracchus führt diesen an.
Besetzung[]
| Rolle | Darsteller | Synchronisation |
|---|---|---|
| Maximus | Russell Crowe | Thomas Fritsch |
| Commodus | Joaquín Phoenix | Nicolas Böll |
| Lucilla | Connie Nielsen | Ulrike Möckel |
| Proximo | Oliver Reed | Michael Chevalier |
| Marcus Aurelius | Richard Harris | Werner Ehrlicher |
| Gracchus | Derek Jacobi | Bodo Wolf |
| Quintus | Tomas Arana | Bernd Rumpf |
| Gaius | John Shrapnel | Lothar Blumhagen |
| Hagen | Ralf Möller | Reiner Schöne |
| Juba | Dijmon Hounsou | Leon Boden |
| Cassius | David Hemmings | Bert Franzke |
| Cicero | Tommy Flanagan | Bernhard Völger |
| Falco | David Schofield | Joachim Kaps |
| Lucius | Spencer Treat Clark | Nico Sablik |
Filmmusik[]
Die Musik stammt von Lisa Gerrard und Hans Zimmer, dadurch kann man in Fluch der Karibik Ähnlichkeiten zu dem Soundtrack von Gladiator erkennen.
- Progeny
- The Wheat
- The Battle
- Earth
- Sorrow
- To Zucchabar
- Patricide
- The Emperor Is Dead
- The Might Of Rome
- Strength And Honor
- Reunion
- Slaves To Rome
- Barbarian Horde
- Am I Not Merciful?
- Elysium
- Honor Him
- Now We Are Free
Kritiken[]
„Monumentales Epos, das mitfühlend sentimental und zugleich barbarisch brutal eine antike Soap Opera entwickelt, die durch die stupende Rekreation gigantischer Schlachten und phänomenaler Architektur einen Anflug von Größe erhält. Dank der ausgefeilten Bildsprache wird das individuelle Drama des Protagonisten durchaus glaubwürdig.“ - Lexikon des internationalen Films
„Gerade in der Schlusssequenz kommt der durch Bild und Ton erzeugten atmosphärischen Dichte die ebenso präzis wie poetisch formulierten Dialoge des Drehbuchs mit ihrer lakonischen Knappheit und ihrem verhaltenen Pathos sehr wirkungsvoll zu Hilfe. Sie sind frei von geschwollener Altertümelei oder aufdringlichen Modernismen und verleihen der Sprache einen überzeugend ‚römischen‘ und zugleich zeitlosen Charakter. Im Zusammenklang mit der herausragenden schauspielerischen Leistung Russell Crowes entsteht so das weitaus gelungenste Finale sämtlicher Monumentalfilme, das sich nicht ohne Erfolg auf die Höhen Shakespearscher Tragödie aufzuschwingen versucht. […] Und noch eines macht der grandiose Schluß erneut klar: Dies ist kein Film über reale geschichtliche Ereignisse und über reale geschichtliche Individuen, sondern über archetypische Personifikationen der dunklen und der lichten Idee von Rom. Und es ist erst recht nicht ein Film über das reale Rom, weder das vergangene, noch das gegenwärtige, sondern über Rom als überzeitlicher Traum.“ - Marcus Junkelmann
„Ridley Scott erfindet das Genre zwar nicht neu, liefert aber ein furioses Schlachtenepos im Stil von Mel Gibsons ‚Braveheart‘. Ein Budget von 100 Millionen Dollar hatte Scott für seinen ‚Gladiator‘ zur Verfügung. Das erlaubte ihm, fulminante Kampfszenen und eine bombastische Ausstattung zu bieten. Der australische Hauptdarsteller Russell Crowe vereint schauspielerische Klasse (Oscarnominierung für ‚The Insider‘) und physische Präsenz.“ - Carsten Baumgardt
„Ridley Scott [fand] in Gladiator [...] brillante visuelle Lösungen für die mörderische Degeneration des römischen Imperiums [...]. [So führt] Scott den Zuschauern die Brutalität des römischen Eroberungskrieges mit einer Schlachtszene vor Augen [...], deren Ästhetik sich deutlich an die Schützengräben des Ersten Weltkriegs anlehnt. [...]. Mehr noch: Als der neue Kaiser Commodus triumphal nach Rom zurückkehrt, wird dies visuell den Einzügen Hitlers bei den Nürnberger Reichsparteitagen nachempfunden, wie man sie aus Leni Riefenstahls Filmen kennt. Eindrucksvoller hätte man den tyrannischen Schrecken des vom Cäsarenwahn geschüttelten Römischen Imperiums kaum ins Bild setzen können.“ - Andrew James Johnston, 2013.
Auszeichnungen[]
Die IMDb verzeichnet für „Gladiator” 24 Filmpreise (in 51 Kategorien) und weitere 27 -nominierungen (in 79 Kategorien) (vgl. IMDb). Eine Auswahl dieser ist hier gelistet:
| Kategorie | Person | Ergebnis |
|---|---|---|
| Bester Film | Douglas Wick, David Franzoni & Branko Lustig | Augezeichnet |
| Bester Hauptdarsteller | Russell Crowe | Ausgezeichnet |
| Bestes Kostümdesign | Janty Yates | Ausgezeichnet |
| Bester Ton | Scott Millan, Bob Beemer & Ken Weston | Ausgezeichnet |
| Beste visuelle Effekte | John Nelson, Neil Corbould, Tim Burke & Rob Harvey | Ausgezeichnet |
| Beste Regie | Ridley Scott | Nominiert |
| Bestes Original-Drehbuch | David Franzoni, John Logan & William Nicholson | Nominiert |
| Bester Nebendarsteller | Joaquín Phoenix | Nominiert |
| Bestes Szenenbild | Arthur Max & Crispian Sallis | Nominiert |
| Beste Kamera | John Mathieson | Nominiert |
| Bester Schnitt | Pietro Scalia | Nominiert |
| Beste Filmmusik | Hans Zimmer | Nominiert |
| Kategorie | Person | Ergebnis |
|---|---|---|
| Bester Film - Drama | - | Augezeichnet |
| Beste Filmmusik | Hans Zimmer & Lisa Gerrard | Ausgezeichnet |
| Beste Regie | Ridley Scott | Nominierung |
| Bester Hauptdarsteller - Drama | Russell Crowe | Nominierung |
| Bester Nebendarsteller | Joaquín Phoenix | Nominierung |
Filmfehler[]
- Bei einem Arenakampf kann man am Hinterteil eines Wagens einen Tank erkennen. Wenig später fliegt der Wagen in die Luft, weil Maximus organisierte Gruppe mithilfe von Lanzen die Räder zerstören.