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Das Remake eines französischen Filmes unter der Leitung des Kultfilmers Guy Ritchie, mitsamt einem nie alt werdenden Jason Statham führt hierzulande die Rückkehr in die Lichtspielhäuser an.

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Der eher schweigsame "H" (Jason Staham) hat einen neuen Job bei einer Geldtransportfirma gefunden. Jede Woche werden dabei hunderte von Millionen Dollar in Los Angeles hin und her transportiert. Da ist es klar, daß diese Wagen auch des Öfteren Opfer von Dieben werden. Daher ist der gut ausgebildete H ideal für den Job und verdient sich schnell den Respekt seiner Kollegen Haiden "Bullet" Blaire (Holt McCallany) und Dave "Boy Sweat" Hancock (Josh Hartentt). Dennoch werden alle das Gefühl nicht los, daß H ein dunkles Geheimnis mit sich trägt.

Nachdem Guy Ritchie im Frühjahr 2020 mit The Gentlemen einen der wenigen, aber auch besten Filme des Jahres herausbrachte, waren viele gespannt, wie denn sein neuer Film werden würde. Und eines lässt sich an der Stelle ganz klar sagen, er ist ganz anders: Schluß mit lustigen Dialogen, skurrilen Charakteren und absurden Momenten. Cash Truck ist vor allem eines, ein knallharter, ernster Actionfilm. Und genau das macht ihn so spaßig. Denn zum einen kann Jason Statham als wortkarger H punkten, zum anderen ist auch sein Schauspiel eben sehr gut. Dieses Präsenzspiel, welches vornehmlich durch Mimik funktioniert, macht Statham zum härtesten Mann im Raum.

Dabei ist auch dieser proletenhafte Testosteroncharme, der den Film die ganze Zeit durch seine Charaktere umgibt, einfach herrlich überdreht. Ob Ritchie das nun ernst meint oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber es hat in jedem Fall was, wenn Konflikte einfach nur durch pures animalisches Auftreten entstehen. Dabei ist auch gerade der Charakter von Statham so vielschichtig, da er eben unter anderem durch viele Storykniffe an Substanz gewinnt, aber auch erst nach und nach für den Zuschauer zu einer nahbaren Figur wird. Moralisch zwielichtig und damit einfach ein Gewinn für das sonst doch häufig eintönige Heldenbild im Kino.

Auch eine systemische Kritik traut sich der Brite dann noch, während er eben viele seiner Charaktere zu Opfern eines kaputten Systems macht. Sicherlich ist das nicht gerade die neueste Erfindung, daß ehemalige Soldaten unter den doch eher inhumanen Verhältnissen des US-Amerikanischen Sozialwesens leiden. Aber diesen Umstand anzuprangern und zu zeigen, was falsch läuft, ist ein mutiger Schritt für einen sonst doch eher für Unterhaltungsfilme bekannten Regisseur. Ein weiterer mutiger Schritt wäre es gewesen, wenn man sich getraut hätte dem Hauptcharakter ein eher nicht so klassisches Ende zu verschaffen. Doch hierbei fehlte nun leider der Mut.

Doch irgendwie hat die Story auch viel zu sich. Man kann sie als simpel abtun, und würde damit vermutlich nicht gerade unrecht haben. Auf der anderen Seite ist das Einteilen in Kapital und das immer wieder abändern gewohnter Situationen unglaublich abwechslungsreich und sorgt immer wieder für ein erneutes Einsteigegen in das Szenario. Gerade wenn man dachte, man habe nun endlich durchschaut kommt eine neue Wendung und neue Details ans Tageslicht.

Fazit: Der Film ist ein rasanter und kurzweiliger Trip für Actionfans. Ritchie-Fans werden sich wundern, wie ernst der Film im Vergleich zu seinen doch oft sehr humorigen Filmen ist. Jason Staham kann mehr als nur grimmig schauen und der Testosteronpegel ist auf jeden Fall weit oben. Unterhaltsam in fast allen Momenten.


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Captain Schlabberhose (Diskussion) 17:33, 02. August 2021 (UTC)

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