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Blues Brothers (Originaltitel: The Blues Brothers) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1980. Der Film wurde von John Landis inszeniert, und in Zusammenarbeit mit Dan Aykroyd geschrieben. Als Produzent fungierte Robert K. Weiss. In den Hauptrollen sind John Belushi und Dan Aykroyd  zu sehen. Der Film startete am 16. Oktober 1980 in den deutschen Kinos.

1998 folgte die weniger erfolgreiche Fortsetzung Blues Brothers 2000.

Handlung

Gleich nachdem Jake Blues aus dem Gefängnis entlassen worden ist, besuchen er und sein Bruder Elwood das Waisenhaus, in dem sie großgezogen wurden. Dort müssen sie erfahren, dass das Waisenhaus an das Kultusministerium verkauft werden soll. Es gibt nur eine Chance auf Rettung: Innerhalb von elf Tagen muss die Grundsteuer bezahlt werden. Jake und Elwood Blues wollen kurzerhand ihre alte Band wieder zusammenbringen, um mit einigen furiosen Konzerten die Finanzierung des Waisenhauses zu sichern.

Besetzung

Rolle Schauspieler Synchronstimme
„Joliet“ Jake Blues John Belushi Rainer Basedow
Elwood Blues Dan Aykroyd Thomas Danneberg
Curtis Cab Calloway Toni Herbert
„Der Pinguin“ Kathleen Freeman Christel Merian
Cleophus James James Brown Christian Brückner
Attentäterin (Mystery Woman) Carrie Fisher Marianne Groß
Burton Mercer John Candy Ingolf Gorges
Ray Ray Charles Heinz Petruo
Nazi Henry Gibson Mogens von Gadow
Imbissbesitzerin Murphy Aretha Franklin Evelyn Gressmann
Gefängniswärter Frank Oz Joachim Röcker
Tucker McElroy Charles Napier Joachim Cadenbach

Videos

Trivia

  • Bereits lange vor den Arbeiten zum Drehbuch verfasste John Belushis Frau Judy Jacklin ein Taschenbuch mit dem Titel Blues Brothers Private. Darin wird die Vorgeschichte der beiden Brüder sowie die Entstehung der Band im Detail erklärt. Das Buch endet mit der Verhaftung von Jake Blues. Eine Kurzfassung der Vorgeschichte zum Film findet man im Booklet des Albums Briefcase Full of Blues, das bereits 1978 erschien. Der Plattenvertrag, den die Blues Brothers unterschrieben hatten, sah allerdings auch einen Film vor. Deshalb machte sich Aykroyd daran, ein Drehbuch zu schreiben, das statt der üblichen 100 bis 150 am Ende 324 Seiten umfasste. Um dies zu unterstreichen, band er es in einen Telefonbuchumschlag des Branchenbuchs von San Fernando Valley ein.
  • Im Film wird oft der Name von Richard J. Daley, des früheren Bürgermeisters von Chicago, genannt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass er in der Stadt ein Verbot für Dreharbeiten erlassen hatte. Die nötigen Genehmigungen wurden dann in der Amtszeit von Jane Byrne allesamt erteilt.
  • Für die Dreharbeiten der Szene, in der das Auto der Nazis (Ford Pinto) vom Himmel fällt, musste eine Sondergenehmigung der Bundesluftfahrtbehörde eingeholt werden. Außerdem hat die Filmcrew mit mehreren Versuchen belegen müssen, dass sie genau kalkulieren konnte, wo der Wagen einschlug, nachdem er von einem Hubschrauber in die entsprechende Höhe gehoben worden war. Da die Filmaufnahmen im Soft-Matting-Verfahren stattfanden, sind die Hubschrauber bei ungünstiger Einstellung des Bildausschnitts auf der Filmkopie und damit auch auf der Kinoleinwand zu sehen; ebenso die Seile, an denen die Fahrzeuge hängen. Die Figuren der Nationalsozialisten und ihre Persiflierung sind eine Anspielung auf ein damaliges Ereignis: 1977 klagte die Nationalsozialistische Partei Amerikas (National Socialist Party of America/NSPA) ein, in Skokie, Illinois, demonstrieren zu dürfen, was ihr vom Supreme Court auch gestattet wurde. Diese Demonstration wird im Film persifliert.
  • Bevor die Szene gedreht wurde, in der John Belushi die Sonnenbrille abnimmt, durfte er auf Anweisung des Produzenten sechs Tage lang weder rauchen noch Alkohol zu sich oder Drogen einnehmen, damit ihm keine Suchtanzeichen anzusehen sind. Belushi soll dies trotz seiner Sucht eingehalten haben.
  • Während nahezu alle Musikaufnahmen im Film als Playback eingespielt wurden, gelang dies bei James Brown und John Lee Hooker nicht. Es stellte sich rasch heraus, dass Brown ein Lied nicht zweimal auf die gleiche Art singen konnte, und Hooker bestand auf einer Live-Aufnahme. So musste Browns Gesang live zum Bild aufgenommen werden; die Musik und die Chorstimmen kamen vom Band. Die einzige Nummer, die komplett live eingespielt wurde, war die mit John Lee Hooker (Boom Boom).
  • Die DVD-Version enthält 12 Minuten englischsprachiges Bonusmaterial; dieser Teil war aus der Kinofassung herausgeschnitten worden. Tatsächlich soll es sogar eine gute Dreiviertelstunde an zusätzlichem Material gegeben haben; dies sei Mitte der 1980er Jahre routinemäßig vom Studio großteils vernichtet worden, darunter auch die komplette Einspielung des Stücks Sinking the Bismarck in „Bob’s Country Bunker“.
John Landis
1970er Schlock – Das Bananenmonster (1973) | Kentucky Fried Movie (1977) | Ich glaub’, mich tritt ein Pferd (1978)
1980er Blues Brothers (1980) | American Werewolf (1981) | Unheimliche Schatten (1983) | Die Glücksritter (1983) | Kopfüber in die Nacht (1985) | Spione wie wir (1985) | ¡Drei Amigos! (1986) | Amazonen auf dem Mond oder Warum die Amis den Kanal voll haben (1987) | Der Prinz aus Zamunda (1988)
1990er Oscar – Vom Regen in die Traufe (1991) | Bloody Marie – Eine Frau mit Biß (1992) | Beverly Hills Cop III (1994) | Susan’s Plan (1998) | Blues Brothers 2000 (1998)
2010er Burke & Hare (2010)
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